Preis Fr. 32.50 / Verpackung und Porto 2.90 (vlicht gits en Ablag z'Miren)

Bschtelligi an : Fritz von Allmen, Stapfenstrasse 45, 3018 Bern

info@hittisfritz.ch / Tel. 041/67 007 89

Leseprobe

Vorwort

Ein Rundgang durch Mürren

Mit dem Rundgang durch das alte Mürren führt uns Fritz von Allmen, Hittisfritz, von Haus zu Haus, nennt die Bewohner, deckt die verwandtschaftlichen Beziehungen über Generationen hinweg auf, weiss die Berufe, die seine Mitbewohner ausgeführt hatten und heute noch ausüben und gibt ihnen die bekannten Dorfnamen, ohne die man die vielen Familien von Allmen, Feuz, Stäger, Gertsch, Jaun nicht unterscheiden könnte.

Mit dem Rundgang beschreibt Hittisfritz nicht nur die Geschichte der einzelnen Familien, sondern es ist eine nach modernen Gesichtspunkten verfasste kleine Ortsgeschichte. Hier nämlich schreibt ein interessierter Einwohner geschichtliche Begebenheiten auf, die er von seinen Eltern, seinen Grosseltern, von alten Bürgern von Mürren beim «Abendsitz» oder als junger Wirt auf dem «Stägerstübli» beim diskutieren am Stammtisch vernommen hat. Beim Lesen wird dem Einheimischen wie dem Heimweh-Mürrener, aber auch dem langjährigen Feriengast und Fan von Mürren bewusst, wie viele Berufe, die noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurden, verschwunden sind, entweder weil die Arbeit mangelt, so für die ehemals zahlreichen Schuhmacher, die in der Kandahar-Schuhfabrik angestellt waren, für die Sattler, Ladenbesitzer oder aber weil heute die Arbeit maschinell ausgeführt wird. Verschwunden sind die vielen Kleinbauernbetriebe, die Ziegenhalter und die Kleingärtner, die das Gemüse, den Salat und die Kartoffeln auf den steilen Äckern gepflanzt hatten. So sind die Mürrener Familien, die sich einst in allen Teilen selbst versorgten, zum Konsumenten geworden, so wie es im Unterland schon lange Brauch ist. Geblieben sind die Arbeitsplätze auf den Bahnbetrieben und im Tourismusbereich.

Ganz eindrücklich erlebt man auf diesem «Rundgang», wie ein Dorf in der Berufs­auswahl verarmt und sich auf einer «schmalen» Basis von Berufsmöglichkeiten befindet.

Die frühere abwechslungsreiche Berufsarbeit erfährt man aus den Dorfnamen, die sich vielmals auf den Ort, auf eine Flurbezeichnung beziehen wie Schpilbodenhänsel, Nidrimattenheinz, Blumetalmargrith, meistens aber auf den Beruf zurückgehen wie Schuehmacherliebel, Schafgottfridel, Poschthänsi, Sattler Chrigel, Rosswägfritz, Oberstampfer, Wollengrith, Chabisgrith, Konsumfrieda.

Spannend und interessant sind die Anekdoten, die Hittisfritz über Montgomery, über den deutschen Bundeskanzler Adenauer, über den Musikvirtuosen Yehudi Menuhin, über die waghalsigen Infernorennen zu erzählen weiss, die er so packend widergeben kann, weil er sie selber als Beteiligter miterlebt hat.

Ein Rundgang durch ein kleines Dorf, dessen Geschichte, wenn sie so interessant und wahrheitsgetreu festgehalten ist, ein Abbild wird zur grossen Geschichte des Lauterbrunnentales, des Kantons, der Schweiz, und sie reicht sogar über die Grenzen hinaus.

Jeder Geschichtsfreund, jeder Liebhaber der Volkskunde, aber auch die Einwohner des Dorfes Mürren und die langjährigen Feriengäste danken Hittisfritz für seinen «Rundgang», freuen sich an diesem Kleinod und wünschen ihm eine dankbare Lesergemeinde.

 

Winznau im Oktober 2011                                        Hans Brunner

 
   
 

Zum sälber läsen, ol als Gschenk fir diner Chind, Grosschind u Frinda

Zum Uflegen ar Rezeption, in den Ferienwonigen un im Restaurant

......gli isch Wiehnachten .....wet nid weischt was schenken !

 
   

Läserprob usem Dorfrundgang

 
   
Umen Roufthubel um.

                                             

Der Roufthubel ischt nid uberbouwna. Schpäter ischt von der Iiwonergmeind Luuterbrunnen, in allem Chrump, ds Gmeindshus mid Magazin u Wonigen pouwen worden. Im oberen, usseren Eggen ischt es paar Jaar der Poliziposchten vo Luterbrunnen inem Eizimmerloschii, als Wohnig u Poschten, underprachta gsin. Uf Zeson hin heis en junga, frischgschpitzta Polizischt wueha gschikkt, wan hed sellen fir Ornig sorgen. Äs ischt nid mid allen Gsetzeshieteren glich gued gangen, teils sis miten Inheimischen u den Feriengeschten wiescht zämengraten. Mu weis wieschter u schender Gschichti  z’verzellen. E luschtigi Gschicht isch dis:.

Äs ischt eso Moden gsin, das d’Manna nach Wirtschaftsschluss ufem Heiwäg no inem fischteren Eggen hein brunzed, dass Daheimen nid hein miessen Krach machen. Mina der Elter, ds Trummelhitti ischt emel o diren Schtuzz uf un underm Hus uspakkt un in Garten ahi ds Wasser gleest. Der Polizischt chund umen Eggen, chlopfed mu uf d’Agsla u meind zuemu: „I söt euch jetz azeigen, das geid nid, das isch öffentlichs Ärgernis“. Ds Hitti ischt vlicht o schier galkoholisierta gsin u seid ergerlicha zuemu: “Das wat hie gseescht, ahi zur Schtrassenlampen, uber zum Schirli wueha an Huseggen, bis hie wamer schtan,  das ischt alls min Grund u Boden. Jezz zeigmer grad eis, was hie Alls diis ischt“.

 

Gamer umen Roufthubel um. Da schteid underder Schtrass, zvorischt uf der Flueh firi es alts, chlis Husli midnem Lädeli uf Schtrassenäbeni. Frou Adele Demartin en chlini, rundlichi Frou mit uslendischem Dialäkt wond hie u tud da Lädelen. Mier heira numen „Tomatenwibli“ gseid. Si hed das Lädeli betriben, bis dass ischt usbbrunnen. Nachem Brand isch nimme bewonbar gsin u ds Tomatenwibli isch furt. D’Ligenschaft hed en Architekt von Jnderlachen kouft un ds jetzig Hus bouwen.

        No eppis Luschtigs zum Brand. Z’jung Alfridi u ds Buebi sin Firwerhorenbläser gsin. Si hein,  wes hed Brunnen mitem Firhoren miessen um ds  Dorf um, gan d’Firwermanna mobilisieren u sägen wa dass brend. Z’Alfridi ischt denn nid daheimen gsin u si hein  churzerhand sin Junga,  ds Hänsi, wan denn no i d’Schuel ischt mitem Firhoren gschikkt. Der ischt wie der Tifel los gsekkled u derzue ghorned. Waner der ander Bläser chrizt, gschtelld nen där u seid zuemu: „Juflen nid e so, die wieschti Hitta sellti emel afen bis uf Grundmiri ahibrennen.

Underi Dorfschtrass vor Alpina bis zur Poscht.

Es Gäggi verinha sin zwei zämenpouwni Hotäll, ussefir  „Hotel Alpina“ un innefir „Hotel Edelweiss“. Z‘Alpina betribt Emil Reiser mid siner Frou u der Techter Betty. Si sin o Bsizzer. Techter ischt schpäter furt un d’Elteren heis altershalber an Ruedi Meyer verchouft.  Är hets aber sälber nie gfierd, sondern verpachted. Vornen tschuppen Jaaren heders ane Familia Dougwalder verpachted u die heis schpäter vomu gkouft. D’Frou Dougwalder un ira Junior betribes hit no.

               

                   Flugufnam „Hotel Edelweis“ un „Hotel Alpina“   (HG) 

Ufem Edelwiss regieren die dri Edelwisstechteri, Martha, Hilda u Trudi von Allmen. Die dri Schweschteri hein ufem eigenen Land, rächts wuehi vom Edelwiss ds „Chalet Carillon“ bouwen u sin schpäter dert izogen. Ds Edelwis heis dem Brueder vom Palacediräkter, Charls Affentranger verchouft. Är heds fin echlein umpouwen, emel under anderem una inhi en Chegelbahn ipouwen, wan gued ischt gliffen. Äs ischt der erscht gsin wan eppa um 1972 z’Reschtorant wären der Summerseson hed uf Sälbschtbedienig umgschtelld. Leider ischter schon frieij gschtorben u d‘Frou hets no es paar Jaar sälber betriben, will die zween Jungen nach der Schuel furt sin. Sihets schpäter due Fritzlis Kari verchouft. Är hed vil erniwered, umbouwen un erwiitered. Hit betriibts sin Techter Sandra mid ihrem Eheman.  

E chlein verinha chund ds “Montana“, wa Kandaharschuefabrigg drinn ischt. Obenin wond der Bsitzer Fritz von Allmen (Bräntli Fritz) mid siner Famlien. Är ischt o der Bsizzer vor Kandahar Schuefabrigg, wan unaihn im Hus uf 3 Schtokkwärken ischt. Kandaharschue wärden in die ganzi Wäld verschikkt un hein en grossa Qualitätsstandard. Si hein äxtra fir Geerler Schue gmacht, wan ufem Isch gueta Schtand hein. Hirsiger Sepp ischt Fabrikazionsschef gsin un Alfred Stäger (Stägeralfridel vom Underdorf) ischt uf d’Reis. Das ischt in der Ziit en grossa Arbeitgäber gsin u menga Mirner u Gimmelwalder hed dert sin Loon verdiened. Zitewiis sin no zwen ol dri eschtrichisch Schuemacher da gsin un hein im Akkord Schue gmacht. Gseid heimer denen „Schlarpezwikker“. Im Ärdgschoss sin 2 Läden, im einten verchoufes Kandaharschue in däm dernäben uf der ussere Siiten, hed Ernst von Allmen (Bräntliänschti ol Hi-hi-Änschti) sin Gwaffeersalon. Mid siner Frou tueder Froui un Manna schären u frisieren. Schpäter heder näbem Montana sälber es Hus bouwen, ds Colorelle. Montana u Kandaharschuefabrigg hed e Junga von Bräntli Fritz ubernun u schpäter die ganzi Fabrikazion inen Niwbuw ids Gwatt ahi zigled. Hit ischt parteräben en Laden un unnain un obendruff sin Mietwonigi. Ds Colorelle hein hiit die Jungen vom Änschti, Jürg u Monique.

                    

 
Geiss Schtäll

In Geiss Schtällen hein d’Mirner im Summer irer Geiss käben. Am Morgen un am Aben hed jeda Bsizzer siner Geiss sälber miessen gan mälchen. Am Morgen nachem mälchen sis usglan worden, ds Alfridi ischt midnen dsTagweid un ischt am Aben umhi midnen zrugg chon. In der Zit sin gäg die drissg Geiss gsin. Meischtens hein es paar Schuelbueben die Mälcherie erlediged, am Morgen vor der Schuel un am Aben schtatt umhaleelen.

 
   
Zum Geisshirt muesi schon no es paar Wort verlieren:

Im Summer ischter all Morgen midnen uber die underi Allmi us, z’Tagweid. Im Frielig underder Mirenbanlinien zesus uf ds Wendi, ds alt Läger, die alti Sagi, gägen Schnäpf u Brämisegg. Im  Summer geng witer wuehi uf d’Chänelegg, Wirzelwald, Mittelbärg,  Schwinbeden, Dorenhubel, Widerfäld u Wintereggflie. Das ischt den nid gsin, voner Fiftagewuchen. Die zwen Jungen, Fredel un Hänsel hein a schuelfrien Tagen un i Ferien o miessen hälfen, obs hein wellen ol nid. Ds Alfridi ischt all Tag usgrickt, ob schen ol wiescht. Diren Tag dir heder näbem Geissen z‘hieten, no gschwummed, beerened, gfaxed u glischned. Jetz miesster nid meinen si heigen en transportabla Telefax midnen gnun; Neij, Fax ischt inerart en Flächta un Lischa en schpeziella Grashalm wan numen an beschtimten Orten wagst. Die Lischa u dän Fax heis gmäid, trechned, in Pintla gladen un am Aben, wes miten Geissen umhi sin chon, midnen heintragen. Im Winter heises das zämen miten Schtrewibletteren de Tierlenen under tan, aschtell von tiirem Schtrouw. Im Summer ischter den eppa uber d’Chänelegg inha i d’Schilthorenhitta, zum Elteren uf Bsuech chon. Mier Bueben heinen nid eso gären gse chon, wiler meischtens e Fläscha volli Geissmilch und en frischa Geissmutsch hed pracht. Är hets numen gued gmeind u mier hein o nid terfen sägen, sin aber den heilfro gsin, we nimme von däm Zig ischt umha gsin. Die zwen hein e rascht Glafered, eppis Gässen un truchen u den  ischt ds Alfridi umhi sinen Geissen na.

 

Näben Geisschtällen uf der anderen Siten ischt ds under Allmikalt. Mier gan witer obsi, dir die oberi Legi, dire Schtafelzun wuehi, diren Boden hinderi, diren Schtuzz wuehi zum Sunnenbärg. Hie ischt  Adolf von Allmen (Zunadelfi) mid siner Frou u 2 Bueben daheimen. Sie hein d’Wirtschaft Summer u Winter offen u wonen da ds ganz Jar. Die zwen Bueben, Dänel u Fredel miessen von hie us, aha uf Miren i d’Schuel. Die zwen sin nach der Schuel furt, ds Zunadelfi hed schpäter verchouft un uf Miren aha, i sis niw pouwen Hus zigled. Gwärched heder no die leschten Jar, bis zur pangsionierig ander Mirenban. Der Sunnenbärg ischt vechouft worden ane Familia „Zangger“. Si heinen o betriben, bis daser, i gloubnen 1974, ischt verbrunnen. En niwa Bsitzer „Menz“ hednen schpäter niw bouen un eso wirder hit no betriben. Witer hinderi chäm den no d’Suppenalp, wan Adolf Feuz (Hubeliadelfel) u sin Frou Ida betriben. Weni da welt afan verzellen, wes dert ischt gangen, wurdi das Buech vil ds schwärrs u mu mechts nimme tragen.

 

 
 
   
Näbem Tokterhus ischt die englischi Chilcha. Isi Chilchgmeind vo Luterbrunnen chan dert irer Gottesdienschta un sämtlich, religies Tätikeiten dirhifieren. Im Momänt beschteid es  Mietverhältnis.

                                                

Schpäter ischt due d’Idee chon, mu chend doch die Chilcha, den Englenderen abchoufen. Äs ischt zäijer gsin als dasmu afänglich hed gmeind. Die kopierten Briefchepf, nach mim Gschrib selten nach zeigen, zwischen wäm das ischt Verhandled worden fir ds Chilchli z’chuofen. Äs ischt es jarelangs Hin u nd Här gsiin zwischen der Englischen Chilchen u dem Chilchgmeirad vo Luterbrunnen. We d’Eigerannelies un iri Mueter nid wän gsiin, hät där Handel eppa ni chennen tätiged wärden. Äs siin sinerzit heijgschtellt Herren von der englischen Chilchen im Hotäl Eiger i Ferien gsiin u drum hein die zwo Froui chennen vermittlen u die netigen Kontakta chnipfen.Sie hein on mid denen heijen Herren von England koreschpondierd, telefonierd un eso d’Wäga gäbned, das der Pfarer Suter u der Chilchgmeirad hein chennen Verhandligi fieren. Där Handel hedsich epa uber zächen Jahr usizogen (ca. 1975-1985) bis dasmu entlich hed chennen Verschriben. Der Amtlich Wärt ischt guetig 90‘000.- Franken, der gschezzt Vercherswärt gäg die 150‘000.- Franken, u d’Vorschtelligi von den englischen Herren isch in den Millionen inna gsin. Zu welem Pris das ischt verchouft worden miesster sälber bim Chilchgmeirad ga frägen. Ds Chilchli ischt grenowierd worden, un hed es niws Tirmli, midner niwen Gloggen uberchon. Hit schteid ds Miren Chilchli  sufer u schtolz da, ischt im Bsitz vor Chilchgmeind Luuterbrunnen, dank dem grossen Isatz aller Beteiligten.                              

 

     

 

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Vor der Chilchen, das gross Hus ischt der „Entenhubel“, we mier Inheimischen sägen. Das hed en Familia Zumbühl von Zürich lan bouwen, ds Meischta ischt Abbruchholz vom Grandhotäl. Zun der Familien hed o der international bekannt Bobfahrer Endrich kerd, wan tedlich ischt verunglickt. Sin Frou Edith, ischt Techter von Zumbühl,  ischt vil z’Miren u midten Inheimischen uf guetem Fues. Schpäter ischt ds Hus i fremd Hend chon. Felix Endrich, der Junior chund uber ds’Infernorennen als Spiker uf Miren hed aber mitem Hus nime z’tuen u wond inem Hotäll.

Dernäben änert dem Wägli wan da wueha chund ischt ds Chalet, von  der Familien Walter Amstutz. Si chemen hie i d’Ferien un eppa uber z’Wuchenend. Wes Hit ischt weisi nid.

Ds „Chalet Gurtner“ grad näbenaha, schteid o schon lenger da. Bis dass i ds eigena Hus hei chennen ziglen, hed Luswältel miter Familien drin gwond u sin Frou heta ihres Chinderheim betriben. Äs hed schpäter Bsizer gwägsled.

 
   

Läserprob usem Werterbuech

 

I schtolperen geng umhi uber frischi Werter, die wärden vorzue zum Ahaladen hie ufgschriben

 

MiretitschiWerter ….. übersetzt insSchriftdeutsche

Idee:   Iisi Mirnermundart ischt diren Fremdevercheer schtarch beiflusst u verwässered worden, was  

aber  sicher o nid  ischt zverhindere gsin. I han im 1995 afan urchig Uusdrik  ufschriben u  

schpäter o die weniger urchigen, eso das isi Schprach ischt breiter abdeckt worden. Mengs 

ischt sicher in anderen Schprachen änlich, ol glich, aber gieng schpäter wäger o verloren.

Fir ds Erschta    mues nach sägen, dasi nid en Schriftgeleerta bin u nachem Gschpiri d’Werter ufschriben.

Wet’s besser weischt, tues eifach sälber besser ufschriben.

Informazion: Usem Idiotikum hani, das mu inder Mundart en Buechschtaben  mid „ck“, „eh, ah, usw“ nid eso

Schribt, sondern der entschprächend Buechschtaben dopplet schribt. Binder Schriibwis gan  

’Meinigi wiit usenand un i han bim umhaschneiggen in denen Wärken niena e verbindlichi Empfälig  gfunden wiemus sol schriiben. Drum tueni nach mim Gschpiri. I vil Mundartwerteren schribes firen „i“ en „y“.  I bin aber nach wie vor der Meinig, das iser alten Mirrner in irer Uusschprach ganz es klars „i“ un nid en „y“ hein gseid. Drumm  schribeni das bi mier, in der

Art.  Bin den Endigen mid „n“ wird där hie u da verschlickt ol punden. Das sin aber Finessen.

Äs gid fir iisa Dialäkt no kein „Duden“ u dän bruchts sicher o nid.  D’Schwirikeit zum   

Läsen ischt betoonig u die chamu nid schriiben

Bischpil Endigi:  Z’Miren  hein mier e tollii  Uusicht uf iiser Bärga, un den gseescht no uber uf Busen.

                             Z’Miren   heimer     e tollii Uusicht  uf iiser Bärga,   u de gseescht    no uber uf Busen.

Bischpil betonig:  Busenalp >>  der „u“ wird ganz schwach u churz gseid, den midnem leng gseiten „u“                                   

                                                      chennt das en Alp sin wan den Namen vonem  Frouenbuusen hed.  Aber                                                   

                                                      de wän mi schriibwiis „Buusenalp“

                Abesitz >> der „e“ wird fascht verschlickt, numen ganz schwach uusgschprochen. Wemer dän

                                   schtarchen sägen, wäs de schtatt en „Abesitz“, en „ Schiisitechel“

 

 

Bruef u Tätigkeit:     Hie wird vil usem Bruef grad Tätigkeit abgleited:

                                               Schuemacher    >>>  schuemacheren

                                               Chemifäger       >>> chemifägeren

                                               Schriiner           >>>  schriineren

                                               Schilerer          >>>   schilereren

Hie geits nid : Zimmerman       >>>  (zimmermanneren)    >> zimmeren

                                    Särwiertochter  >>>  (särwiwertechterlen)  >> särwieren

                                               Lerer                 >>>  (lereren)                     >> Schuel  gän

                                   

                                               I han nid uusabracht, obs därfir irgend en Regel gid.

 
   
Chefi Gefängnis  
Cheischten; abcheischtnen Keim ( Kartoffelkeime); Keime wegmachen …du muescht no Härpfel abcheischtnen
Chemi; Chemihutta Kamin; Rauchfang über dem Feuer  
Chemen; mier chemen Kommen; wir kommen ..chemed eppa eis, …mie chemen sofort
Chernlipikker Vegetarier (pickt Körner)  
chetten Lockruf beim Tiere zügeln chum..sä..sä/Chum häle..häle/ Chumbi..bi..bi
Chetti; Chetteli Kette; kleine Kette (Schmuck)  
Chibel; Chibleta; chiblen Kübel; Krach machen; trommeln ( Tambouren) …das ischt e leidi Chibleta, …Trummler sin am chiblen
Chiden kleiner Büschel … pflikk dän Chiden Wärmieta no
chiderlern in etwa betören, den Schmus bringen …tuen dem Erbunkel echlein chiderlen
Chiebrendel Männertreu (Alpenblume)  
Chiechleni; chiechlen Kleingebäck; das Gebäck machen ..an Oschteren gits dinni Chiechleni,..bischt am chiechlen
chiejeren; gkiejered Begriff für: Vieh besorgen, Viehhaltung ..i tuen sälber chieijeren /..i han gkiejered
Chifel Kefen (Gemüse);  auch Zurechtweisen ..gits z’Mittag Chifel; ..i han wiescht Chifel uberchon
chiflen, chnätschen zänkisch Reden ..tuen dochn nid eso mider chiflen ol chnätschen
chiibig zornig  
Chilcha; Bättschopf Kirche; auch Kirche aber grobes Wort  
Chilber weibliches Lamm  
Chilter; z'chilt gan Verliebter, der den Schatz in der Nacht besucht ..Hänsel, der Chilter ischt Nächti bim Vreni z'chilt gsin
Chimi; Chimiwurscht Kümmel; Kümmelwurst  
Chingel Kaninchen  
Chini Kinn  
Chinten;  verchinten sich melden;  etwas verlernen …du chinteschti den bi mier ; ..äs verchinted dier wol
chipuchen schwer atmen  
chischelen flüstern …eppis ids Ohr chischelen
Chischta Kiste  
chischten kosten (Essen), probieren obs schmeckt,    
Chischteri; chischterig Heiserkeit;  heiser  
Chislig Runder Stein im Bach  
Chitt; Pfeischterchitt; chitten Kitt; Fensterkitt; kitten  
Chiizen; chiizig Fauchen; stänkerisch ..d’Chatz tued chiizen; …du bischt hit niewis chizigi
Chläbi; chläberig Leim oder Klebstreifen; klebrig  
Chlabira; Chleijpa; Wascha Ohrfeige .. Auch "an Grind zwicken"
Chlafter; Steer Holzmasse, siehe letzte Seite  
Chlak Spalte, Felsspalte .. gump uber dä Chlack ,…där Boden hed e Chlak
Chlammera; Birochlammera Klammer; Büroklammer  
Chlapf; chlepfen Knall; knallen  
Chlepfschiit; Chluura Böse Frau ..das ischt den es Chlepfschiit; …fin e Chluura
chleenen jammern,  klagen  
chliina Wischer kleines Kind, kleines Kleintier ..das ischt e chliina Wischer
chlingeldirr ganz trocken …das Hew ischt chlingeldirrs
Chnätschgumi; chnätschen Kaugumm; Kaugummi kauen ..Chnätschgumi chnätschen,..Wiiber sin am chnätschen
Chnätt; chnätten Knetmasse; kneten  
Chnebel; chneblen Stock,auch  Klarinette; Klarinette spielen ..das ischt e wälts Chnebel; ..tuescht ir Musig chneblen
Chnew; chnewlen Knie; kniehen  
chniiblen herumfingern …was chniiblischt an däm Ziig
Chniepi; chniepen mühsamer Mann; sich mühsam bewegen ..du bischt en Chniepi; …was chniepischt umha
chnittel sehr müde (nach einer langen Wanderung) ..i bin leid chnittel; ..leid gknittleta
Chnoden; chnodnen Grobe Wörter  Finger, Hand;  fingern .. du hescht wälts Chnoden; ..tuen das Zig nid chnodnen
Chnopf; chnipfen Knoten; knüpfen, Schuhe binden .. bischt am Schue chnipfen
Chnorz; chnorzen mühsamer Mann; sich  abmühen  
Chnubel Erhöhung, Anschwellung (von einem Schlag) ..hescht du e Chnubel am Grind
Choder; choderen Schleimauswurf; auswerfen davon ..där ischt leid am choderen
chopfen begreifen ..chopfischt das entlich
Choscht; choschtieren das Essen; am essen ..gits glii Choscht, …ich bin am choschtieren
choslen im und mit Wasser spielen .. Kind sin am choslen
chotzen Grobes Wort  erbrechen  
chräbelen leicht kratzen  
Chrälleni; Chrällichetti Farbige kleine gelochte Glasperlen ; Kette davon  
Chrämer; chrämeren Händler, Krämer; handeln ..der Chrämer ischt am chrämeren
chrampf, chrampfen hart arbeiten ..i han e leida Chrampf, …mier hein krampfed
chräschlen rascheln  
Chräwel; Gijätchräwel Gartenhacke; Hacke zum Jäten  
chrazzen kratzen  
Chriida Kreide  
Chriiter Kräuterschnaps  
Chriitleni Wiesenkräuter  
Chrippel Krüppel  
Chris; Chrisascht Tannenreisig; Tannenast  
Chrisjungeni Neue Triebe von Tannen  
Chrischtmaned Dezember  
Chriz Kreuz, auch Körperteil  
chriztumm sehr dumm  
Chrizig Kreuzung (Strasse)  
Chriizwee Kreuzweh  
Chromen Bretterverschlag im Stall, kleiner Anbau  
chroosen krachen  
Chroosla Stachelbeere  
Chrouschpala Knorpel im Fleisch, zB im Schweinsohr  
Chrud Gras  
Chrudstila Mangold  
Chrump Biegung, Bogen, Krümmung …hie macht der Wäg e Chrump
chrum, chruma krumm ..das ischt chrum, ..en chruma Man
Chrüsch Kleie  
Chruusli Haarlocken  
Chruzza Käfig, auch Seilbahnkabine, auch Gefängnis  
Chuchi; Chuchischaft Küche; Küchenschrank  
Chuderwätsch komisch er Dialekt, Fremdsprache  
Chue Kuh  
Chuechen Kuchen  
Chuel;  chuelen Kühl; es wird kühler  
Chueplätter; Chueplitterlig Kuhfladen  
chundmer kommt mir …die Frou chundmer bekannt vor
Chunscht Sandsteinsitzofen  
churzum demnächst, bald ..churzum wirdeni den touba
Chuscht; chischtig Geschmack; geschmacksvoll ..das isch chischtiga Chäs, är hed en gueti Chuscht
Chutta Frauen Jupe  
Chuttli; d‘Chuttli putzen Kutteln (Innerei);  jemandem die Meinung sagen  
chuttlen Bei Tieredie Innereien her ausnehmen …tuen das Chalb chuttlen
chuuscht kommst  du  
chuuten stak böenartig winden  
     
D    
Dachtrouf Dachwasser  
Dachchänel Dachrinne  
Dampfhafen grosser freistehender Holz Kochtopf  
Dangelgschir Werzeug zum Sense schärfen Dangelgschir ischt: Dangel, Hammer, Vierkantschlussel
Dangelschtokk Stein- Holzklozz zum Dangel eintreiben  
dängelen Sense scharf klopfen, siehe Erklärung  
dräkkleid ganz schlechtes Wetter ..hiit isch der ganz Tag dräkkleid.
drann; dadrann dran; daran ..jez bischt du  drann; ..dadrann hets Liim
därfir für das ..därfir hani niid ubrig
däwag,disawäg diesen Weg ..gamer däwäg ol disawäg
derbie; dernäben Dabe; daneben ..i bin o derbie; ..i schtan dernäben
derwil; derzit Zeit haben ..i han lang derwil; .. i han lang  derzit
dessitwägen deswegen  
diiten mit dem Finger auf Jemanden zeigen ..uf wän tuescht diiten
din dein ..das ischt dyn Täscha
dingen mieten ..hescht die Wonig dinged
dinn dünn  
doorfen gemütlich plaudern .. zämen am Wirtshustisch doorfen
drabnän; dervonnän; furtnän Oben wegnehmen; davon nehmen; wegnehmen ..abem Fueder drabnän;..eppis dervonnän ol furtnän
Driangel Dreieckiger Einriss in Kleidern                                          …in Sunntighosen hescht en wieschta Driangel
Dribeinpfanna Kochpfanne mit drei Beinen zum Kochen auf dem offenen Feuer
drischliifen hineinschlüpfen  
ds Gäggels wohlauf, zufrieden …i bin hit ds gäggels
dsfolem Ganz  ( als Zusatzwort) …där Chorb ischt dsfolem kabutt
Ds Hudels u z‘fätzen total kaputt  
ds netiga; ds netigschta das notwendige; das notwendigste .. hescht ds netiga Minz;  ..hescht ds netigschta Material
 
   

Friejer Ubernämen von Mirneren                                   

Hittisfritzel 2010

 

Kommentar :    Früher wurden meistens dieselben Vornamen verwendet und die Nachkommen nach den Eltern benannt, vor allem der erste Sohn. Darum hat man Übernahmen verwendet, das waren keine „Schlämperlige“ sondern dienten zum Auffinden der richtigen Person. Beispiel : Im 1970 waren wir noch 8 Fritz von Allmen in Mürren, heute ist keiner mehr im Telefonbuch und es braucht auch keine Übernamen mehr, da die Nachkommen mit modernen Vornamen und nicht mehr nach den Eltern benannt werden. Die Zeit der kinderreichen Familien ist auch vorbei. zB: Mein Grossvater, „Trummelhittel“  hatte 11 Töchter und 1 Sohn.

In der gleichen Generation hiess es: „der ganz alt ….“ / „der alt“…. / „der jung“…. / „der jingscht….“. Bei den Töchtern war meistens:  Übernamen vom Vater + Vornamen der Tochter“ zB „Trummelhittis Ida“, usw. Wenn sie die Übernamen ein bisschen studieren, finden sie heraus dass diese entstanden sind durch :  Beruf, -Vorfahren, - Aussehen, - Ehefrau, - Geografisch, - Begebenheit und Unerklärliches.  Wenn der „alt“ gestorben ist, rutschte der „jung“ nach und wurde der „alt“. Jezz an d‘ Mirrner: Ih han niena chennnen nahaläsen, han eifach alls wammer ischt im Grind umha troled ufgschriben. Hubelihänsel, ds Alfridis Fredel u min Brueder Hitti heimer o no dseinta ol zandra chennen sägen.  Wet dus viil besser weischt,  schribs sälber uf. Die midnem*, sin leider schon nimme under iis. 

Alfridis

*Alfred von Allmen, Chalet Erika                       ds alt Alfridi

*Alfred von Allmen, Chalet Erika                       ds jung Alfridi, ds’Alfridi

*Bertha von Allmen                                          Frau )  z’Alfridis Bertha

Alfred von Allmen, Krattigen                             ds Alfridis Fredel

Hans von Allmen, Schwarzenburg                     ds Alfridis Hänsel         

 

Bachstutzlers

*Gottlieb von Allmen, inder Gassen                   Bachstutzliebel         2 Brieder ohni Nachkommen

*Fritz von Allmen, inder Gassen                        Bachschtutzfridel

 

*Biel ….

*Adolf von Allmen, ufem Biel                            Bieladelfi, Epfi  

*Adolf von Allmen, Gimmelwald                                    Sohn   )   z’jung Bieladelfi, z’jung Epfi

*Peter von Allmen, Comestibles                                    Bielhänsipetsch

Peter von Allmen, Unterseen                             Sohn  ) der jung Bielhänsipetsch

Fritz von Allmen, im Unterland                           Sohn  )  Bielhänsipetschen Fritz

*Christian von Allmen, Sattlerei                         Bielhittel, Sattler Hittel  

Christian von Allmen, Angest.BLM                    Sohn  ) Sattler Chrigel  

*Gottfried von Allmen, Chalet Erika                   Bielgottfridel

*Rosa von Allmen, Ehefrau                               Bielrosa

Werner von Allmen, Chalet Erika                       Sohn   )  Rosenwerner

*Hans von Allmen, Chalet Flora                         Bielhans

 

 
   

Erhard Feuz u der Hirtligletscher 1960

 

Die Gschicht wellti eigentlich zum Andenken an „Erhard Feuz“ verzellen. Mier heimu numen Erhärtel gseid. Äs isch der zweiteltisch Bueb,  vo fif Chinden gsin, von der Familien Peter Feuz, Zien Petsch  Är hed mid siner Frou Rosa, Bekkeri käben. Erhärtel ischt in der Zit Bärgfierer Aschpirant gsin un hed vil verrukkt Tuuri gmacht. I bin in der Leer gsin un han Tregercharta käben, wamu mid nem Bärgfierer, quasi wen en Hilsfierer, hed chennen usriken. Mier sin vil zämen underwägs gsin, will mer bed sin wilder gsin wan der Tifel. Im Winter u Frielig uf Schituren, im Summer Hochgebirgs u Chlätterturi. Vil simer underm Mirenbirg uf en Holiduieren ol gägenuber der Schilthorenhitten, ufen Zwillingen umhaturned. Im Summer 1960 ischt nes due d’Idee chon mier chenten eigentlich eis dr Hirtligletscher in Angriff nän. Da ischt, siit dass Lieberherr u Linderhänsel sin verunglickt, niemer meh wuehi. Äs ischta eso gfärlich will d’Bütlassa en fertiga Gischtergrind ischt, us schon am Morgen friej Steischlag hed.

Ds Datum ischt chon, ds Wätter u d’Wättervorhärsag hed passt. I has daheimen nid terfen sägen, ha numen gseid mier gangen richtig Rotschtockhitta – Gschpaltenhoren.

Dr Ätti hed schon gmeind: „Pirschtel, fir ds’Gschpaltenhoren geid mu nid gäg d’Rotschtockhitta, mached den nid Tummheiten, mier hein den am Sunntig im Rad äned, en hufen ds hewen“. Ih han gued verschprochen un abgmacht dasi am Sunntig Namittag umhi da bion fir hälfen iztuen.

Am Samschtig nachem Zmittag simer uber ds Brindli wuehi i d’Rotschtockhitta, hei Puggelseck abgladen u ds Gliger bschtellt. Sofort simer no gan guggen in wels Felsband das mier am Morgen miessen ischtigen, dasmer den underen Hirtligletscher chemen. Gwisst heimer numen, dasmer bim grossen Felsturen hinna dir miessen. Die Ruta ischt wills e kein offizielli ischt,  niena inem Buech beschribni gsin.  Mier heis gfunden u hein zum Zruggan chlini Schteinmändeni gmacht dasmers den ir Fischteri finden, willmer dän Bitz am frien Morgen hein miessen angan. Am Aben heimer bim Hittenwart ir Chuchi eppis Znachtet u sin friej ga ligen. Mier hein im Hittewartschtibli terfen schlafen wilmer dr Hittenwart gued hei bchend u willmer am Morgen friej schon um zwei

 
Härdepflen ufen Balmen, zvordrischt                 Kartoffel setzen auf der Mürrenfluh

uf der Flue                                                                          Ortsname „auf den Balmen“

 

Vorwort                                                                              Vorwort

Im Frielig syn ufen Balmen gengen die friejschten             Im Frühjahr konnten auf der Mürrenfluh, „auf den

Härpfel gsezzt worden, wil ds Klima dert ischt am            Ballmen“ immer die frühsten Kartoffeln gepflanzt

mildischten gsin. Äned dem Tal am Schwarzmönch           werden, weil es da sehr mild war. Auf der gegen-

ischt no en dikki Schneeschicht glägen. Im Tal hein           überliegenden Talseite, am Schwarzmönch lag

d’Liit grossi Angscht käben wägen Grundlouwenen          noch eine dicke Schneeschicht. Im Tal hatten

wan in der Ziit uber d’Schtächelbärgschtrass sin                die Bewohner grosse Angst wegen den unheim-

ubertondered bis i d’Litschena.                                           lichen Grundlawinen die teilweise über die

                                                                                             Stechelbergstrasse bis in die Lütschine donnerten.

 

Am friejen Morgen u Vormittag                                      Am frühen Morgen und Vormittag

D’Mueter schittled aner Zäien: „Ufschtan äs ischt              Die Mutter zieht an den Zehen: „Aufstehen es ist

Ziit fir ahi uf Balmi dem Ätti gan hälfen, är ischt               Zeit dem Vater zu helfen, er wartet schon lang

schon en gueti Schtund drann“. Schlafgschturna                auf dem Kartoffelacker. Schlaftrunken erkenne ich

gseeni das näbmer der elter Brueder Hitti schon                 meinen älteren Bruder Hitti, der schon

ougenribend im Bett sizzt un Sepp der Jinger sich              augenreibend auf dem Bett sitzt und Sepp, der

grad us der Techi usa scheend. D’Mueter meind mid         Jüngere, sich aus der Decke schält. Die Mutter mit

nem Lächlen : „Chemend Bueben, z’Zmorgen ischt           einem Lächeln: „Kommt Buben das Frühstück

ufem Tisch u der Wäschhudel, Zandbirschtli u                   steht auf dem Tisch und der Waschlappen, die

d‘Chleider sin zwäg“. Antwort uberchund si keini.            Zahnbürste und die Kleider liegen auch bereit.

Schlafgschturen wird d’Wäschprozedur gmacht,                Antwort kriegt sie keine, schlaftrunken wird

d’Underwesch, d’Wärchtighosi u ds Hemmli                     die Waschprozedur absolviert und Unterwäsche,

agleid un nach churzer Zit sizzen all dri binder Mueter       Werktagshosen und Hemd angezogen.

am Chuchitisch. Prichted wird nid vil, den äs ischt no       Nach kurzer Zeit sitzen alle der bei der Mutter am

gar friej. D’Mueter gseed is Bueben an, das nid grad         Küchentisch. Gesprochen wird nicht viel, denn es

grossi Begeischterig herrscht fir uszrikken u si fekkt          ist noch sehr früh. Die Mutter merkt, dass bei uns

nes echlein ufzmunteren, aber mid wenig Erfolg.               Buben nicht grosse Begeisterung herrscht und

Schtimmig chund erscht uf was drum geid wela das          probiert uns aufzumuntern, aber mit wenig Erfolg.

d’Hutta mid den Samenchappen, wela ds Znini u              Stimmung gibt es erst als es darum geht, wer die

wela der Wärchzig nimmt. Aber d’Mueter regled das        Hutte mit den Saatkartoffeln, wer das Znüni oder

suwerän u mier Bueben legen d’Schue an u zottlen            das Werkzeug trägt. Die Mutter regelt das Problem

ab, ahi ids Underdorf u gäg Ballmi. Äned der Ballmen-     souverän und wir setzen uns via Unterdorf, in

schiir sin ds Heinis schon drann u bletzli gsemer                 Bewegung. Bei der Ballmenscheune ist die Familie

ahi uf isa Acher wan der Ätti o schon fin en Bitz               Gertsch schon am arbeiten und kurz nachher sehen

hed ahigrikkt, was natirlich is Bueben im gheimten            wir den Vater, der schon ein grosses Stück bearbeitet

gfrewd. Dr Ätti begriesstnes midnem lächlen: „So             hat, was uns im geheimen freut. Der Vater begrüsst

chemed ier oh schon, ier Sibenschläfer, ha schon                uns mit einem Lächeln:“ So, seid ihr Siebenschläfer

gmeind ier heiged mi vergässen“. Von is chund es             auch schon hier, ich habe gedacht ihr kommt

churzes: „Säli Ätti“, den daa simer schon, aber no              nicht mehr und habt mich vergessen“. Ein

nid ganz erwachet. Dr Ätti gsed das schon, tued nid         kurzes:“Guten Tag Vater“ . Da sind wir schon,

emuz u meind: „So mier machen der Acher halb ahi           aber noch nicht ganz wach. Der Vater gibt das

u den giz Znini. Hitti du hilfischt Umschtächen,                weitere Vorgehen bekannt:“Wir machen noch den

Sepp du bischt der Jingscht, dier hani es Schtäckli             halben Acker, dann nehmen wir die Zwischenver-

gschnäzzed, mid däm tuescht mässen wie wit                    pflegung. Hitti du hilfst beim Umstechen, Sepp

usenand dasst d’Härpfelchappi sezzischt, äs geid               du bist der Jüngste, ich habe dir eine kleine Rute

den im Herbscht besser zum graben, wes echlein                geschnitzt, mit der du den Abstand der Setz-

glichmässig sin. Schtekksi den gued, dass nid i                  kartoffeln messen kannst. So weit auseinander

d’Fura trolen. Fritzel du bischt der Mischter, tuen              setzst du die diese, denn im Herbst sind sie besser

die Mischtpässi  guet usenandhudlen usi schen in               zu ernten, wenn sie gleichmässig gesteckt werden.

der Furen verteilen. Also los“. I wellt nid sägen                 Drück sie gut in die Erde, damit sie nicht

dasmer willig derhinder sin, aber was heimer wellen          herunterrutschen. Jetz weiss ich schon was kommt.

äs hed eifach miessen gmacht‘s sin u wie gleitiger

 
   
I Vergässenheit grateni alti Schpiel vor Schuelziit

 

Moora Jagen          

Därzue bruuchts: 1 Schtäkken, lengi eppa anderthalb Meter / 1 Bigsa / fir jeda

Schpiler en alta Haagenschtäkken.

Geschpield wird ufnem äbenen Bizz Land. Schpilfäldgresi es paar Quadratmeter. Äs

 siin zwo Mannschafti.

Ir Mitti vom Schpilfäld wird e Vertieffig gmacht u der Schtäkken driigschtekkt.

Blächbigsa wird iigworfen

D’Schpiler tien mit dem umkeerten Hagenschtäckken, wen en Hokkeychnebel, d’Bigsa fekken in die Tuella a Schtäcken zschpilen. Wen e Schpiler vor erschten Mannschaft Bigsa hed, tien die vor zweiten abweeren, ol umgekeert. Achtung das isch nid es Schpil fir blutt Fiess ol Sandalen.

 

 

Tipplen

Därzue bruuchts: E chliina lenglicha Schtein, en alta Bäseschtil un en lengera Bizz ubersichtlichi Schtrass ol Land, als Schpilfäld. Vom Bäseschtil saagen mer eppa 15 cm ab, das ischt der Tippel. Dän legenmer schreg uberen Schtein, zirka 1/3 vor un 2/3 hinna. Der Räschten vom Bäseschtil ischt der Schlegel. Du gischt den en aagmässna Schlag ufen vorderen Bizz vom Tippel, där zwirbled i d’Luft, du ziescht us u gischtmu e tolla Hieb. Wet nen gued bsiescht fligt där en grossa Bizz furt. Vorsicht uf Pfeischterschiibi die heimu den nid entgägen

 
   

So das wäs afen eis gsiin. i hoffen äs hed nach gfallen. En Gruess us Bären Hittisfritzel

 
   
   
   

Gourmet-Flussfahrt mit Irma und Hans-Jörg Dütsch

MS Excellence Rhône von "Arles" nach "Chalon sur Saône"

vom 1. bis 6. November 2011

 
   

Wenn sie jetz denken, dass ich ihnen einen detailierten Reisebericht schreibe, muss ich sie enttäuschen. Ich werde kurz die Route beschreiben und mit einigen Bildern ergänzen. Für die Reiseteilnehmer zur Erinnerung und für die andern Leser zum gluschtig machen.

 

Reisebeginn am frühen Dienstag - Morgen in den Einsteigeorten von Twerenbold

Fahrt von der Schweiz, nach Arles in Frankreich.

 
 

Gegen abend schiffen wir ein und fahren 2 Tage Rhône aufwärts, mit Halt und Ausflügen in Arles, Côte du Rhône mit Avignon, Viviers, Vienne und Lyon. Weindegustation in Château neuf du Pape.

In Lyon machen wir eine Stadtrundfahrt und verpflegen uns am Mittag in "Les Halles du Lyon - Pierre Bocuse" mit frischen Austern, Käsespezialitäten, Pastete, Schinken, Wurstspezialitäten und Süssigkeiten. Wein hat auch nicht gefehlt.

Weiterfahrt mit dem Schiff auf der Saône nach Macon, Tournus und Chalon sur Saône, wo wir nach dem Frühstück ausschiffen und mit dem Bus nach Dijon fahren zu einem Stadtbummel und feinen Mittagessen. Anschliessend geht es Richtung Basel, der Schweiz zu, wo wir am Abend ohne Zwischenfälle eintreffen.

 

 

Auf dem Fluss ist nicht viel los

 
 

Schloss / Weindegustation / Rebberge / Ruinen

 
 
 

 
 
 
   
Schleusen Einfahrt .......
 
 
 

.....und Ausfahrt

 
   

Wegen niedrigen Brücken, werden dasSonnendeck, die eingemachte Sitzecke und das Cockpit zusammengeklappt.

 
 

.....auch das gibt es auch noch

 
 
   
   
 
   

 
 
 

 

das sind di lebendigen Charolais-Rindersteaks

 

unser Chauffeur Nicola Ostuni

 

Unsern Reiseleiter, Herrn Felder habe ich leider nicht vor die Kamera gekriegt, aber er hat die Reise sehr gut begleitet.

Einen herzlichen Dank an die Buschauffeure, an den Reiseleiter und die ganze Schiffscrew.

 
 

Das Gepäck wird von der Schiffsbesatzung zu den Bussen gebracht und wir sehen unser Schiff noch kurz von hinten.

 

Haben sie die Gourmetmenues vermisst ?

 

Wir haben immer sehr gut gegessen. Die Schiffsküche spielt in einer obern Liga. Ich möchte sagen: "wir haben gelebt, wie die Maden im Speck"

 

Höhepunkte waren die zwei Gourmetmenues, zubereitet von der Starköchin Irma Dütsch:

 

Hans-Jörg Dütsch hat das Menu zelebrieert und die entsprechenden Weine vorgestellt.

 

Mit einem herzlichen Dank an Irma und Hans-Jörg Dütsch, es war fantastisch.

 

Das erste Menu:

 
 
   

Das zweite Menu:

 
 
   

Hier das Menu auf Schloss "Chateau neuf du Pape":

 
 
   

Das Abschiedsmittagessen in Dijon

 
 
   

....e lieba Gruess an Alli wa sin uf der Reis gsiin u die Siiti läsen.

Mi Waag hed vor Freid o schier der Uberschlag gmacht, wani bin druf gschtanden. Tschüss